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Das Alpaka gehört zur Familie der Neuweltkameliden. Vor ca. 5000 Jahren begann man in Südamerika mit der Domestikation. Der Urahne des Alpakas sind das Guanako und Vikunja. Alpakas und Lamas zählen zu den Paarhufer und weiter zur Unterordnung der Schwielensohler. Wie alle Kameliden kauen sie ihre Nahrung wieder. Im Gegensatz zu den "echten" Wiederkäuern besitzen sie nur einen dreigeteilten Magen. Im Gegensatz zu den Lamas wurden sie als Faserlieferant gezüchtet. Und das mit Erfolg. Eigentlich hat jeder schon einmal etwas von der hochwertigen Alpakawolle gehört. Die Faser zählt neben Kaschmir und Seide zu den edelsten Naturfasern. Das Farbspiel reicht von einem tiefen schwarz, braun, grau oder rosagrau bis hin zu reinem weiß. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 3 Millionen Alpakas. Davon je ca. 30.000 in Australien und Nordamerika, 6.000 in England und 2.000 in Deutschland. Die Lebenserwartung von Alpakas liegt bei etwa 20 Jahren. Sie erreichen eine Größe von 80-100 cm (Stockmaß) und wiegen durchschnittlich 65-80 kg. Alpakas kommunizieren untereinander durch eine sehr ausgeprägte Körpersprache. Ganz besonders ist die Stellung der Ohren zu beachten. Hier kann man leicht die Stimmung der Tiere erkennen. Dies wird durch verschiedenste Lautäußerungen unterstützt, wobei ein leises Summen vorherrschend ist. Und wie der Volksmund schon sagt, manchmal spucken Sie auch. Allerdings nicht nach Menschen, sondern nur untereinander. Dies geschieht in der Regel bei Rangkämpfen und eine nicht paarungswillige Stute macht den Hengst durch "abspuken" darauf aufmerksam, dass sie nicht will. Eine Alpakastute bekommt in der Regel ein Jungtier (Cria) pro Jahr. Die Tragzeit beträgt 11,5 Monate. Die Stute ist direkt nach der Geburt wieder aufnahmefähig. Normalerweise wird sie nach 2-3 Wochen wieder dem Hengst zugeführt. Die Geschlechtsreife bei den Jungtieren ist unterschiedlich. Ein Junghengst wird im Alter von 2,5-3 Jahren geschlechtsreif, während eine Jungstute bereits mit einem Jahr geschlechtsreif ist. Für die Erstdeckung sollte jedoch der Entwicklungsstand des Tieres berücksichtigt werden. Die Fortpflanzung bzw. der Deckakt erfolgt im Liegen (in Brustlage) und dauert zwischen 15-45 Minuten. Ist eine Stute nicht paarungsbereit oder tragend, so wird sie den Hengst massiv abwehren. Dies geschieht durch entsprechende Lautäußerungen und wie gesagt durch spucken. |  | |  |  |  | |  | Man unterscheidet zwischen zwei Typen: Das Huacaya-Alpaka hat ein dichtes und fülliges Vlies mit einer möglichst starken Kräuselung (Crimp). Es ist an Kopf und den Beinen stark behaart sein. Beim Suri-Alpaka weisen die Fasern einen Drall auf und hängen wie Locken am Tier herunter ähnlich den Merino-Schafen. Sie sind seltener als Huacaya-Alpakas und machen nur etwa 5-10% der Gesamtpopulation aus. Das Alpaka ist ein Herdentier und sollte deshalb auch nur in einer Gruppe gehalten werden. Zwei Tiere sind das absolute Minimum. Eine reine Stallhaltung ist nicht möglich, d.h. regelmäßiger Weidegang muss unbedingt gewährleistet sein. Die Weidefläche sollte für die ersten beiden Alpakas mindestens 1.000 qm betragen. Für jedes weitere Tier rechnet man 100 qm hinzu. Nur so kann genügend Auslauf gewährleistet sein. Vorzugsweise werden zugfreie und wetterfeste Offenställe empfohlen. Diese ermöglichen den Tieren selber zu wählen, wann sie den Stall aufsuchen wollen. Gras im Sommer und Heu im Winter ist die Hauptnahrung für Alpakas. Durch die harten Bedingungen in ihrer Heimat sind sie ausgezeichnete Futterverwerter, besser als andere domestizierte Nutztiere. Eine zusätzliche Zugabe von Kraftfutter ist bei Zuchtstuten, Jungtieren und Hengsten im Deckeinsatz nötig. Dieses sollte aber unbedingt kontrolliert zugefüttert werden, da viele Tiere schnell zu Übergewicht neigen. Heu muss Alpakas immer zur freien Verfügung angeboten werden. Das Rauhfutter hat eine besondere Bedeutung bei der Verdauung und ist deshalb unverzichtbar in der Fütterung. Des weiteren sollte einem Alpaka immer ausreichend frisches Wasser zur freien Verfügung stehen. Für den Mineralhaushalt bietet man Mineral- und Salzlecksteine an. So kann das Alpaka eigenständig seinen Mineralstoffhaushalt regulieren. Da Alpakas kleiner als Lamas sind und einen leichteren Körperbau besitzen ist die Pflege einfacher als die der Lamas. Zu den täglichen Pflichten gehört die Kontrolle des Gesundheitszustandes. Alle 2 Monate müssen die Zehennägel kontrolliert und bei Bedarf geschnitten werden. Weiterhin muss das Alpaka einmal im Jahr entwurmt und geimpft werden. Einmal pro Jahr sollte das Alpaka geschoren werden. Nach der Schur ist zu beachten, dass die Tiere vor extremen Witterungseinflüssen wie starkem Sonnenschein und extremer Kälte geschützt werden. Auch die Kontrolle der Zähne ist ein Teil der regelmäßigen Kontrolle.
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